Natürliche Zeckenmittel für Hunde – funktioniert Zeckenschutz ohne Chemie?

Vor 2 Monaten begaben wir uns wieder einmal auf eine längere Reise mit dem Camper. Von Berlin aus sollte es bis nach Portugal gehen. Samt Hund und Kind.

Wie vor jeder Reise ging ich mit Pan zum Tierarzt. Nochmal ein kurzer Check, eine Impfung gegen Leptospirose und selbstverständlich holten wir uns die Reiseapotheke ab, die unser Tierarzt für Notfälle als Leihgabe zur Verfügung stellt.

Außerdem entschied ich mich diesmal für ein Zeckenmittel für Hunde vom Tierarzt. Ein Spot-On-Präparat. Da wir zum ersten Mal mit Kind bzw. Baby reisten, wollte ich vor allem in Südeuropa „maximalen Schutz“ für Vierbeiner und Baby. Schließlich können Zecken und Parasiten auch vom Hund auf den Menschen übergehen. Und auf engem Raum wie in einem Camper ist die Wahrscheinlichkeit dann doch recht hoch.

Zumal uns unsere Reise durch europäische Länder mit einem hohen Vorkommen endemischer Erkrankungen führte.

Da wären die Sandfliegen und diverse Mücken, die Leishmaniose übertragen können. Oder andere durch Parasiten übertragene Krankheiten wie Leptospirose, Babesiose, Dirofilariose (Herzwurm)oder auch Hepatozoonose. Sowie Borreliose, FSME, Ehrlichiose & Co. übertragen durch Zecken.

Doch ich wurde enttäuscht…zumindest was die Sache mit den Zecken angeht.

1. Eine Reise durch Europa & quer durch Zeckenabwehr für Hunde

Das Anti-Zeckenpräparat war kaum eine Woche auf unserem Hund aufgeträufelt, musste ich auch schon die erste Zecke entfernen. Daraus entstand dann wieder ein blöder Hot Spot.

Glücklicherweise bekamen wir den diesmal rechtzeitig mit Betaisodona in den Griff, da ich kein Wasserstoffperoxid dabei hatte.

Wieder eine Woche später: die nächste Zecke.

Ich hatte das Gefühl, dass Pan mehr Zecken mit sich herum schleppte als es sonst der Fall war. Obwohl wir uns vorrangig an Sandstränden und weitab von Wiesen aufhielten.

Nicht verwunderlich, dass mich das Gefühl beschlich, dass das chemische Präparat nicht sonderlich viel gegen den Befall von Zecken ausrichtete.

Ganz anders als ich es in den letzten Jahren mit Schwarzkümmelöl und Kokosöl erlebte.

Pan war nicht einmal schwimmen, sodass man meinen könnte, das Spot-On hätte keine Wirkung weil der Hund mal ordentlich geplanscht hätte.

Natuerliche Zeckenmittel fuer Hunde
Unser Rüde mit uns auf Reisen mit dem Camper durch Süd- und Westeuropa.

Für den Fall der Fälle hatte ich noch eine Packung des Spot-On-Präparats dabei. Und so träufelte ich Pan nach ca. 4 Wochen das Mittel nochmal vom Nacken bis zum Rücken unter das Deckhaar.

Gleiches Spiel. Kaum eine Woche später krabbelten nicht nur Zecken auf ihm herum, sondern es biss sich eine weitere fest. Diesmal an der Schnauze.

Ich ärgerte mich wirklich sehr. Zumal dieses Mittelchen nicht nur viel kostete, sondern auch durchaus auch Nebenwirkungen mit sich bringen konnte. Außerdem wurde uns empfohlen, bis einige Tage nach dem Aufträufeln darauf zu achten, dass unsere Tochter dem Hund nicht mit der Hand durchs Fell strich und sich die Hand dann in den Mund steckte.

Kurzum: Viel Theater und Pan hatte in der kurzen Zeit von 7 Wochen deutlich mehr Zecken am Leib als in den letzten 4 Jahren zusammen.

Die Frage für mich…warum sollte ich ein chemisches Zeckenmittel verwenden, wenn es nicht besser vor Zecken schützt als ein Zeckenmittel ohne Chemie?

Lasst uns den kleinen Exkurs durch chemische und natürliche Zeckenmittel für Hunde beginnen :-).

2.. Chemische Zeckenmittel für Hunde

Als Hundehalter solltest du zumindest grob wissen, wie chemische Präparate gegen Zecken eigentlich wirken. Und welches Zeckenmittel für Hunde in welcher Form und mit welchen Wirkstoffen am und im Hund wirkt.

2.1 Insektizide/akarizide und repellierende Wirkung chemischer Zeckenmittel

Grundlegend unterscheidet man zwischen den Mitteln mit einer akariziden (abtötenden) Wirkung und Mitteln mit repellierenden (abstoßenden) Wirkung.
Es gibt auch Präparate, die abtötend und abstoßend wirken.

Ich habe lange überlegt, ob ich dir in diesem Artikel nun auch alle chemischen Fachbegriffe und Wirkstoffe „um die Ohren haue“. Es gibt aber bereits einige richtig gut aufbereitete Artikel im Netz.

Die findest du zum Beispiel hier und hier. Beide Artikel lege ich dir sehr ans Herz!

2.2 Zeckenhalsband, Zeckentabletten und Spot On

Zeckenhalsband Hund
So sieht ein typischen Zeckenhalsband für Hunde aus.

Chemische Zeckenmittel für Hunde gibt es in diesen drei Formen:

  • Zeckenhalsband
  • Spot-On
  • Zeckentabletten

Generell ist es so, dass es sich bei all diesen Präparaten um Gifte / Nervengifte handelt, die eben auch Nebenwirkungen mit sich bringen können.

Am häufigsten werden bei den meisten Hunden Zeckenhalsbänder oder auch das Spot On genutzt. Beides mit ähnlicher Wirkung und ähnlichen Nebenwirkungen.

Dabei wird oft hervorgehoben, dass sich Zeckenhalsbänder besser eignen, wenn der Hund gern und oft schwimmen geht. Wobei generell zu beachten ist, dass die Präparate für Fischbestände und andere im Wasser lebende Tiere häufig hochtoxisch sind. Deshalb sollte auch ein Hund, der frisch mit einem Spot On behandelt wurde nicht direkt in den nächsten See springen.

Andererseits raten manche Hersteller dieser Präparate aber auch, dass man sich nach dem Streicheln des Hundes, der ein solches Zeckenhalsband trägt oder ein Spot On im Fell hat, gut die Hände waschen sollte. Besonders in Kontakt mit Kindern werden diese Vorsichtsmaßnahmen empfohlen.

Teilweise stehen diese Mittel im Verdacht krebserregend zu sein. Teilweise wurden Wirkstoffe nicht mal als Pflanzenschutzmittel zugelassen oder haben diese Zulassung verloren.

Das kann einen zumindest nachdenklich stimmen.

Sehr kritisch werden die sogenannten Zeckentabletten betrachtet. Selbst unsere Tierärztin riet und davon ab. Zeckentabletten wirken von innen. Sie werden dem Hund verabreicht, der Wirkstoff gelangt in die Blutbahn und wirkt erst dann abtötend auf die Zecke, wenn sie sich bereits am Hund festgebissen hat.

Nicht selten wird von Seiten der Kritiker hier auch von einer systematischen Vergiftung des Hundes gesprochen und selbst Experten wie Tierärzte und Biologen sind nicht mehrheitlich von dieser Zeckenabwehrvariante überzeugt. Nicht zuletzt auch, weil diese Präparate aufgrund der fehlenden repellierenden Wirkung keinen Schutz gegen unmittelbar beim Stich übertragbarer Krankheiten wie FSME, Leishmaniose oder Dirofilariose bieten.

3. Natürliche Zeckenmittel – Zeckenschutz ohne Chemie

Dass Zeckenschutz auch natürlich und ohne Chemie sein kann, zeigt sich in der „Hundeszene“ in den letzten Jahren immer stärker. Immer häufiger lese ich von anderen Hundehaltern, die mit natürlichen Mitteln mindestens genauso gute Ergebnisse erzielen wie mit chemischen Mitteln. Mit Ergebnis meine ich: keine festgebissenen Zecken am Hund.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: mit natürlichen Zeckenmitteln hatten meine Hunde sogar weitaus weniger Zecken.

Man muss sich jedoch immer vor Augen halten, dass das leider noch nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt wurde. Und wie so mancher meint, sind all die guten Erfahrungsberichte bislang nichts als „nette Anekdoten“. Okay, das muss man so stehen lassen.

Ich möchte dir hier zeigen, welche positiven Erfahrungen ich mit meinen Hunden und natürlichen Zeckenmitteln gemacht habe. Ganz ohne den Anspruch zu erheben, dass das DIE einzig wahre Lösung ist. Welche Lösung für dich und deinen Hund am besten passt, bleibt immer allein deine Entscheidung.

3.1 Schwarzkümmelöl als Zeckenschutz ohne Chemie

Mein absoluter Favorit gegen Zecken ist das Schwarzkümmelöl. Bereits mit dem Kokosöl habe ich die Zahl der Zecken an meinen Hunden extrem gesenkt. Aber mit dem Schwarzkümmelöl hatte meine Hündin in ihren letzten Lebensjahren gar keine Zecke mehr. Und mein Rüde nur noch ein paar sehr wenige pro Jahr.

Ich halte also fest: Mit Schwarzkümmelöl hatten wir kaum noch ein bis zwei Zecken pro Jahr (!).

Ich berufe mich da auch sehr gern und immer wieder auf die tollen Ergebnisse des Regensburger Schülers, Alexander Betz, der im Jahr 2014 bei „Jugend Forscht Bayern“ sehr eindrucksvoll gezeigt hat, wie sehr Zecken Schwarzkümmelöl verabscheuen.

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3.1.1 Dosierung & Gabe von Schwarzkümmelöl für Hunde

Was die Dosierung und Gabe von Schwarzkümmelöl bei Hunden angeht, gibt es zwei Möglichkeiten. Wobei ich bei einer die bessere Wirkung erfahren habe.

1. Du kannst deinen Hund mit dem Öl einreiben.
2. Du kannst deinem Hund das Öl in das Futter mischen

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass die zweite Variante für uns die Wirkungsvollere ist.

Dass Variante 1. auch zu funktionieren scheint, zeigten bereits die Untersuchungen von Alexander Betz.

Dennoch bleibt für mich an dieser Stelle die Frage offen, wie das ins Futter gemischte Schwarzkümmelöl beim Hund über die Haut nach außen transportiert wird, wenn Hunde bekanntlich ja keine Schweißdrüsen auf der Haut besitzen…sondern nur an den Pfoten.

Hin wie her, für uns funktioniert am besten, einen Schwung Schwarzkümmelöl direkt in das Fell zu reiben.

Wie viel du davon nimmst, hängt von der Größe und der „Fellmenge“ deines Hundes ab.

Bei meinem 46 Kilo-Rüden mit sehr dichtem Fell sind das schon pro Woche ca. 1 bis 2 Teelöffel, die ich in sein Fell reibe.

Bei kleinen Hunden nimmst du einfach eine kleinere Menge. Sodass du das Gefühl hast, dass überall etwas von dem Öl im Fell verteilt ist. Natürlich, ohne dass dein Hund ölig trieft 😉

Wenn du deinem Hund das Schwarzkümmelöl ins Futter mischen möchtest, solltest du dich an die Dosierung auf der Flasche halten. Das sind meist ca. 2 bis 6 Tropfen pro Tag und Hund. Wobei hier auch anzumerken ist, dass Schwarzkümmelöl ein ätherisches Öl ist und der Umgang als Nahrungsergänzungsmittel mit Bedacht geschehen sollte.

3.2 Kokosöl als Zeckenschutz ohne Chemie für Hunde

Ein weiteres tolles natürliches Zeckenmittel für Hunde ist Kokosöl. Das findest du mittlerweile sogar in nahezu jedem Supermarkt. Kokosöl ist unter Hundehaltern schon seit einigen Jahren bekannt. Viele unserer Hundefreunde nutzen Kokosöl sehr erfolgreich als natürliches Zeckenmittel für Hunde. Offensichtlich ebenfalls erfolgreich.

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Kokosöl bei Zooplus*

3.2.1 Dosierung & Gabe von Kokosöl für Hunde

Auch beim Kokosöl stellt sich die Frage: äußerliche oder innerliche Anwendung zur Zeckenabwehr?

Und auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine äußerliche Anwendung bessere Resultate gezeigt hat.

3.2.2 Äußerliche Anwendung von Kokosöl bei Hunden

Einige Hersteller von Kokosöl für Hunde schreiben mittlerweile auch auf ihre Produkte, dass Kokosöl gegen Zeckenabwehr besser hilft, wenn man das Öl in das Fell einreibt.

Dass wir Kokosöl, wenn dann äußerlich anwenden, hängt aber auch damit zusammen, dass ich bei meinem Rüden auf eine schlankere Linie achten muss. Da Kokosöl aber zu ca. 65-90% aus gesättigten Fettsäuren besteht, ist es nicht das Öl der Wahl für die tägliche Fütterung meines Hundes.

Für die äußerliche Anwendung nimmst du einfach etwas Kokosöl in die Finger und lässt das Öl durch Verreiben etwas schmelzen. Kokosöl schmilzt sehr schnell, wenn man es zwischen den Fingern verreibt.

Ist es etwas flüßig geworden, kannst du das Öl super einfach in das Fell deines Hundes einreiben. Reibe dazu vom Kopf, über Bauch und Rücken bis zur Rute alle Körperteile gut ein.

3.2.3 Innerliche Anwendung von Kokosöl bei Hunden

Wenn du das Kokosöl deinem Hund dennoch ins Futter mischen möchtest, rechnet man üblicherweise mit 1 Gramm Kokosöl pro 10 Kilogramm Gewicht des Hundes pro Tag. Ein 27 Kilogramm schwerer Hund dürfte also täglich 2,7 Gramm Kokosöl ins Futter gemischt bekommen.

Wie aber schon erwähnt, ist die tatsächliche Wirkung gegen Zecken bei einer innerlichen Anwendung noch fraglich.

4. Gibt es den 100%igen Zeckenschutz?

Zeckenschutz ohne Chemie bei Hunden
Den hundertprozentigen Schutz gegen Zecken bei Hunden gibt es nicht. Weder mit chemischen Zeckenmitteln, noch mit natürlicher Zeckenabwehr.

Ganz klar: Nein! Den gibt es nicht. Weder mit chemischen, noch mit natürlichen Präparaten.

Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass ich mit einem natürlichen Zeckenschutz eine mindestens (!) genauso gute Zeckenabwehr für meinen Hunde habe.

Oder anders gesagt: trotz chemischer Präparate vom Tierarzt hatte mein Hund etliche Zecken.

Um so etwas ganz korrekt zu testen, müsste man eigentlich wissenschaftliche „Laborbedingungen“ schaffen.

Denn, ob ein Hund von Zecken befallen wird, hängt von vielen, vielen Faktoren ab. Da wären einerseits wechselnde Spazierwege, die mal mehr, mal weniger Zecken horten.

Auch ist es so, dass manche Hunde einfach viel häufiger von Zeckenbissen betroffen sind als andere.

Du solltest dir außerdem immer im Klaren darüber sein, dass sich die Zeckenpopulationen jährlich ändern und sich damit auch der Befall deines Hundes ändern kann.

Das kann daran liegen, dass sich Zecken aufgrund von Wetter und Klima besser oder schlechter ausbreiten. Sie sich durch Wild und andere frei lebende Tiere jährlich anders verteilen und auch immer wieder Zecken aus anderen fernen Regionen eingeschleppt werden.

5. Kind, Hund und die Sache mit dem Zeckenmittel

Kind und Hund - Zeckenschutz ohne Chemie
Besonders, wenn Kind und Hund zusammenleben, sind chemische Zeckenmittel für Hunde mit Vorsicht zu genießen

Als wäre es nicht schon verzwickt genug, bringe ich eine weitere Komponente ins Spiel. Das Zusammenleben von Kind und Hund im Hinblick auf Zecken.

Als Mama und Hundehalterin will ich weder, dass mein Hund von Zecken befallen wird, noch dass Zecken vom Hund auf das Kind übergehen.

Ich will und kann manchmal aber ebenso nicht Hund und Kind ständig voneinander trennen, um den Empfehlungen zu Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung von Zeckenhalsbändern und Spot-Ons zu folgen.

Das würde praktisch bedeuten, dass unser Kind zweitweise keinen oder nur wenigen Kontakt zu unserem Hund in der Zeckenzeit und während der Benutzung eines Zeckenhalsbands oder eines Spot-Ins haben kann.

Das ist nicht machbar.

Und ich will auch nicht, dass Kind und Hund keinen Kontakt miteinander haben.

Zeckentabletten kommen für mich ebenso wenig in Frage. Die Gründe habe ich ja schon erläutert. Also habe ich mich entschieden, solange das „zeckentechnisch“ machbar ist, auf natürliche Präparate wie das Schwarzkümmelöl zu setzen.

Das Öl ist für meine Tochter völlig ungefährlich und schützt nach meiner Erfahrung meinen Hund ziemlich gut und ist für ihn ebenso sehr gut verträglich.

6. Zeckenbiss – Zecken sauber entfernen

Zecken entfernen beim Hund

Meinen Hund checke ich jeden Tag nach Zecken ab. Dazu benutze ich Augen, Hände und eine stinknormale Klebe-Fusselrolle. Mit der Fusselrolle habe ich schon so manch krabbelnde Zecke dingfest gemacht. Gut geht das aber auch mit einem Flohkamm.

Nun kommt es vielleicht doch vor, dass sich eine Zecke an deinem Hund festgebissen hat. Dann kommt eigentlich nur noch eins in Frage. Die Zecke muss vernünftig mit Kopf aus dem Hund.

Für mich funktioniert das ausschließlich mit dem Zeckenhaken gut und verlässlich. Den Haken legt man sozusagen um den Zeckenkörper (unter dem dicken Teil) und dreht den Haken mehrmals. In der Regel löst sich die Zecke dadurch recht schnell und lebend aus der Bissstelle. Ich benutze dafür den Zeckenhaken von O´Tom. Den findest du hier bei Amazon*.

7. Fazit – warum chemisch, wenn es natürlich geht?

Ich verstehe natürliche und heilpraktische Hilfe für Hunde nicht als generellen Ersatz zum tierärztlichen Wissen und Tun und schätze die Hilfe unserer Tierärztin sehr.

Ich finde aber, dass ein individuelles Abwägen zwischen tiermedizinischen und tierheilpraktischen Ansätzen immer offen und zielgerichtet sein muss, um einem Hund zu helfen oder für sein Wohl zu sorgen.

Was Zecken angeht, habe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass natürliche Mittel zur Zeckenabwehr für meine Hunde die bessere Variante waren. Das lässt sich in diesem Fall ziemlich einfach an der Anzahl der festgebissenen Zecken festmachen. Nicht zuletzt wegen der Lebererkrankung meiner Hündin wollte ich auch gern auch weitere chemische und belastende Präparate verzichten.

Nun muss ich aber auch dem chemischen Spot On-Präparat zugute halten, dass ich natürlich nicht prüfen kann, ob es meinen Hund auf unserer Reise möglicherweise vor dem Herzwurm, einem Hakenwurm oder einer Flolarve bewahrt hat. Vielleicht war das der Fall. Vielleicht aber auch nicht.

Generell solltest du dir bei Reisen nach Südeuropa samt Hund nochmal grundlegende Gedanken zum Thema Zecken- und Parasitenschutz und den möglichen Gefahren in diesen Regionen machen und das Ganze mit eurem Tierarzt besprechen.

Das ist auch der Grund, weswegen ich mich nicht dazu hinreißen lassen würde, chemische Präparate generell zu verteufeln. Das passiert in der Diskussion rund um chemische oder natürliche Mittel für Hunde oft und schnell.

Allerdings fällt es mir aber auch schwer, Produkten mein vollstes Vertrauen auszusprechen, die im Verdacht stehen krebserregend, giftig und gesundheitsgefährdend zu sein und deren Beipackzettel mit Vorsichtsmaßnahmen für Menschen versehen sind.

Insofern: bleib offen für viele Möglichkeiten. Probiere aus was für deinen Hund (und auch für dich) am besten funktioniert und betrachte dabei immer auch die Rahmenbedingungen, Vorerkrankungen, die generelle Konstitution deines Hundes sowie regionale Faktoren, die bspw. die Verbreitung von Zecken betrifft.

In diesem Sinne
Bleibt zeckenfrei und liebt eure Hunde ♥

 

Ich freue mich, wenn ich dir weiterhelfen konnte und bin gespannt auf deine Erfahrungen, Fragen und Tipps. Du kannst mir dazu ganz einfach unten im Kommentarfeld schreiben! 🙂

Neu: Fragen kannst du nun auch in unserer Facebook-Gruppe stellen – Tipps und Erfahrungen von anderen Hundefreunden inklusive. 🙂

 

Natürliche Zeckenmittel für Hunde

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2 Gedanken zu “Natürliche Zeckenmittel für Hunde – funktioniert Zeckenschutz ohne Chemie?”

  1. Hallo Jasmina,
    oh ja, dieses leidige Thema ‚Zecken‘ … Da wir hier am Rand des Schwarzwaldes in einem wahren Zeckenparadies leben, haben wir je nach Wetter täglich ca. 3-10 ‚Treffer‘ – scheußlich! Da Sophie ein (meistens 😀) weißes Fell hat, finde ich die fiesen Dinger meistens ganz gut – da haben es Leinenträger von dunklen Hunden bestimmt schwerer …
    Auch ich habe die Erfahrung gemacht: Sobald man denkt, man hat endlich DAS Mittel dagegen gefunden, stürzen sich die Zecken auf den Hund … 🙁 Bei den chemischen Mitteln habe ich ein schlechtes Gewissen, ob es nicht doch zu Langzeitschäden kommt, die natürlichen wirken mal, und dann wieder absolut nicht. Ein echtes Dilemma …
    Aber Dein Tip mit der Klebefusselrolle ist genial! Vielen Dank! Den werde ich heute gleich mal ausprobieren …

    Liebe Grüße und alles Gute für Dich und Deine zwei- und vierbeinige Familie ❤️,
    Claudia & Sophie vom ‚kleinen Hundeblog‘

    • Liebe Claudia,

      sehr schön, das freut mich, dass dir der Klebefusselrollentipp gefällt 🙂 Bei meinem „schwarzfelligen“ Rüden hilft mir das Ding wirklich ungemein, weil man sie sonst einfach nicht sieht.

      Liebe Grüße zurück in den schönen Schwarzwald ❤️
      Jasmina

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