Alternative Zeckenmittel für Hunde mit Lebererkrankungen

Alternative zeckenmittel für Hunde mit Lebertumor

Seit ich davon weiß, dass meine Hündin unter anderem einen Lebertumor in sich trägt und damit in die Kategorie „Leberinsuffizienz“ fällt, muss und möchte ich natürlich darauf achten, was sie zu sich nimmt. Von Leberinsuffizienz spricht man ganz allgemein, wenn die Leber in ihrer Funktion gestört ist. Und das ist sie mit einem wachsenden Tumor definitiv.

Also muss ich darauf achten, welche Leckerlis, welches Futter und welche sonstigen Nahrungsergänzungen meine Hündin zu sich nimmt.

Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin sollten wir von der Rohfleischfütterung umsteigen auf Nassfutter oder gegartes Fleisch. Außerdem soll der Proteingehalt der Nahrung möglichst gering sein.

Das Problem an der Sache: alles was durch Futter und Trinken in den Hund gelangt, passiert früher oder später eben auch die Leber. Und da die Funktion der Leber bei einem Lebertumor eingeschränkt ist, kann die Leber ihre üblichen Funktionen oft nicht mehr erfüllen.

Stoffe werden sonst von der Leber aufgenommen, abgebaut, umgewandelt oder gespeichert. Bei einer Funktionsstörung ist das eben nicht mehr so. Das bedeutet also, dass man die Leber über die Fütterung des Hundes möglichst entlasten sollte.

Gleiches gilt aber auch für Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Denn auch Stoffe aus diesen Zusätzen gelangen in die Leber.

Schon öfter habe ich bei meiner Hündin festgestellt, dass Sie in so einem Fall noch appetitloser und noch abgeschlagener wirkt.

Das geschah beispielsweise, als ich ihr vor einer Weile eine Schmerztablette aufgrund ihrer Arthrose verabreichte. Danach waren zwar die Athrosebeschwerden weg, dafür aber hatte ich den Eindruck, dass es meiner Hündin in Sachen Magen, Darm und Leber nicht sehr gut ging.

Daran schlossen sich 2 Tage Durchfall an, bis sich langsam alles wieder normalisierte. Früher hatte sie die Schmerztabletten sehr gut vertragen und reagierte auch nicht so abgeschlagen auf diese.

Welches Zeckenmittel eignet sich für Hunde mit einem Lebertumor?

Im letzten Jahr waren wir 4 Wochen mit den Hunden in Frankreich unterwegs. Da das Vorkommen von sehr unangenehmen Parasiten dort stark erhöht ist, entschied ich mich zu diesem Zeitpunkt für ein chemisches Anti-Zeckenmittel vom Tierarzt.

Also stand ich dieses Jahre wieder genau vor dieser Frage: Sollte ich meiner Hündin nun tatsächlich einen chemischen Anti-Zecken-Cocktail antun? Wie würde sie diesen vertragen? Welche Alternativen gibt es?

Da ich schon seit einigen Jahren Alternativen zu chemischen Zeckenhalsbändern und anderen Anti-Zeckenpräparaten ausprobiere und nutze, war die Entscheidung schnell gefallen.

Die Mittel meiner Wahl als Anti-Zeckenmittel für meine kranke Hündin: Kokosöl und Schwarzkümmelöl.

Wobei ich dazu erwähnen möchte, dass ich das Kokosöl als Futterzugabe nutze und das Schwarzkümmelöl auf das Fell meiner Hunde auftrage.

Kokosöl als Anti-Zeckenmittel für das Futter

Ich begann damit Kokosöl als Anti-Zeckenmittel zu verwenden, als mein kleiner Rüde vor 6 Jahren bei uns einzog. Damals war er ein Welpe und kaum 11 Wochen alt und da er so ziemlich alles anknabberte, wollte ich ihm auch kein Zeckenhalsband umlegen.

Mit dem Kokosöl war eine natürliche und verträgliche Alternative schnell gefunden. Man muss aber wissen, dass Kokosöl gegen Zecken vor allem dann wirksam ist, wenn man das Öl auf das Fell des Hundes aufträgt.

Gibt man das Kokosöl lediglich ins Futter, wirkt es zumindest äußerlich nicht, da Hunde keine Schweißdrüsen besitzen (außer an den Pfoten) und das Öl so kaum bis gar nicht an die Hautoberfläche gelangen kann.

Im Grunde kannst du dafür so ziemlich jedes Kokosöl nutzen. Ich verwende am liebsten Bio-Kokosöl, wie das PureBIO Kokosöl.

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Schwarzkümmelöl zum Auftragen auf das Fell

Dass Schwarzkümmelöl ein effektives Mittel gegen Zecken sein kann, erforschte ein Regensburger Schüler im Jahr 2014 im Rahmen von „Jugend Forscht Bayern“.

Seither schwören nicht nur ich, sondern auch viele andere Hundehalter auf Schwarzkümmelöl als Anti-Zeckenmittel.

Das Schwarzkümmelöl hat einen recht starken und für meine Nase nicht gerade sehr angenehmen Gerucht. Meine Hunde scheinen das ähnlich zu sehen und rümpfen nur gequält die Nase, wenn ich mal den Versuch machte, das Öl ins Futter zu geben.

Also verwende ich das Schwarzkümmelöl ausschließlich äußerlich bei meinen Hunden. Dazu gebe ich einige Tropfen auf die Handflächen und reibe meine Hunde damit von oben bis unten ein.

Wichtig: Stellen wie die „Achseln“ oder die Innenseiten der Hinterläufe sollte man besonders gut einreiben, da sich Zecken dort nur liebend gern verstecken.

Das Einreiben finden meine Hunde auch nicht besonders toll. Es riecht eben für kurze Zeit komisch. Aber da müssen sie durch 🙂

Für die äußerliche Anwendung benutze ich am liebsten das Bio Schwarzkümmelöl von Seitenbacher in einer recht kleinen Flasche. Die hält recht lange.

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Wie entfernt man eine Zecke beim Hund am besten?

Falls doch mal eine Zecke an den Hund „andockt“, sollte die natürlich schnellstmöglich entfernt werden. Beim Entfernen solltest du darauf achten, dass Kopf und Körper der Zecke an einem Stück gelöst werden.

Gar nicht so einfach. Mit einer Pinzette oder speziellen Zeckenzangen habe ich die Zecken so jedenfalls nie mit Körper und Kopf entfernen können.  Aus Verzweiflung habe ich es dann mal einfach mit dem Zeckenhaken ausprobiert. Dazu schiebt man den Haken unter den Körper der Zecke und dreht den Haken einfach.

Nach mehrmaligem Drehen löst sich die Zecke wie von „Zauberhand“. Noch einfacher geht es nicht.

Mein Fazit und ein paar abschließende Worte

Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass es definitiv auch Stimmen und Ärzte gibt, die meinen, dass Schwarzkümmelöl oder Kokosöl rein gar nichts gegen Zecken ausrichten können.

Schnell wird das Alles als „alternativer Kram“ abgetan und behauptet, dass es sozusagen „Zufallstreffer“ sind, wenn Hunde aufgrund der Öle keine Zecken an sich haben.

Ich finde solche Behauptungen immer sehr einseitig. Nicht zuletzt, da ich andere Erfahrungen gemacht habe.

Für meine Hunde nutze ich Schwarzkümmelöl und Kokosöl seit einigen Jahren als Mittel gegen Zecken. Zuvor habe ich für die Beiden entweder die chemisch stinkenden Zeckenhalsbänder oder Spot-Ons genutzt.

Fazit? Meine Hunde hatten weder mit der einen, noch mit der anderen Lösung mehr oder weniger Zecken. Auch mit einem Spot-On oder mit einem Zeckenhalsband bleibt man eine Zecke am Hund hängen. Genauso wie es auch hin und wieder mit Kokosöl und Schwarzkümmelöl der Fall ist.

Im Endeffekt bietet nämlich keine der Lösungen einen 100%igen Schutz. Wenn ich aber die Erfahrung gemacht habe, dass beide Varianten (chemisch oder natürlich) ähnlich gut sind, entscheide ich mich im Sinne meiner Hunde dann doch lieber für die natürliche Variante. Oder?

 

 

Alternative Zeckenmittel für Hunde mit Lebererkrankungen
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Jasmina
Über Jasmina 20 Artikel
Ich bin Jasmina und lebe von Kindesbeinen an mit Hunden zusammen. Mein ältere Hündin ist nun 12 Jahre alt. Durch sie erfahre ich erst, was es bedeutet, das Alter mit einem Seniorhund zu teilen. Meine Erfahrungen aus dem Zusammenleben mit alten Hunden möchte ich hier mit dir teilen. Ich freue mich auch jederzeit über Feedback, deine Tipps.

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