Hat kaltes und nasses Wetter Einfluss auf die Arthrose meines Hundes?

Hund mit Arthrose im Regen sitzt in einer Pfütze

Das was sich gerade da draußen abspielt, ist das typische Aprilwetter. Mal sonnig und warm und einen Tag später wieder kalt, windig oder auch richtig nass. Diese Wetterumschwünge und plötzlichen Regengüsse sind nicht unbedingt schön. Und im Herbst ist es oft sehr ähnlich. Kalt, nass, nass-kalt. 

Ich habe bei meiner Hündin schon oft vermutet, dass solche Wetterlagen Einfluß auf ihr Wohlbefinden in puncto Athrose haben.Sie schien mir dann oft steifer als sonst, humpelte nach dem Aufstehen mehr und insgesamt schien sie nicht so ganz fit zu sein.

Im Sommer ist es oft anders. Meine Hündin liegt dann nur zu gern in der Sonne auf der Terrasse und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Sie hat nach dem Aufstehen in der Regel keine Probleme, ist weder besonders steif, noch humpelt sie.

Kann es wirklich sein, dass das Wetter einen Einfluß auf die Arthrose meines Hundes hat?

Das fragte ich mich lange Zeit bis ich auf das Buch „Wellness für Hunde“ von Tina Werner stieß. Es war das erste Buch und erste Mal, dass ich im Zusammenhang mit der Arthrose meines Hundes von stärkeren Schmerzen und Problemen bei Wetterumschwüngen, sowie kaltem und nassem Wetter las.

So falsch konnten meine Beobachtungen also gar nicht sein. Und meine Hündin würde schon wissen, warum sie im Frühling und Sommer so gern in der Sonne liegt und entspannt.

Ich begann in einigen Hundeforen zu recherchieren und fand heraus, dass ich nicht die Einzige bin, die diese Beobachtungen gemacht hat.

Kaum wurde das Wetter nass und kalt, ging es meiner Hündin schlechter. War es eher trocken und warm, ging es ihr wesentlich besser.

Andererseits las ich aber auch von Hunden, die im trockenen Winter am besten zurecht kamen.

Zumindest scheint es so zu sein, dass sich Schmerzen und Probleme im Zusammenhang mit der Arthrose bei Hunden bei bestimmten Wetterlagen verschlechtern oder verbesser können, dies aber nicht müssen. Das ist meist eben auch eine sehr individuelle Sache und man sollte seinen Hund gut beobachten und vielleicht auch einfach ein kleines Tagebuch führen. (Geht z.B. super einfach über die Google Notizen Funktion im Smartphone. Einfach Wetterlage und Hundewohlbefinden notieren.)

Bei meiner Hündin ist das in jedem Fall so.

Wetterabhängige Maßnahmen für meine Arthrosehündin

Also habe ich mir überlegt, was ich tun kann, um die akuteren Probleme an Tagen bei nass-kaltem Wetter zu minimieren oder zu vermeiden.

Schließlich kann ich ja nicht die Gassirunde streichen 😉 .

Folgende Maßnahmen helfen bei meiner Hündin sehr gut:

  • Ich mache in jedem Fall Grünlippmuschelkuren 1x vor der nass-kalten Jahreszeit im Spätsommer und 1x mitten im Winter
  • Für Regen und Nässe: Meine Hündin hat einen Hunderegenmantel bekommen (hier* gibt es einige davon) – auch wenn ich Bekleidung an Hunden seltsam finde, aber am Ende hilft es ihr.
  • Für Kälte im Winter: Meine Hündin trägt ab Temperaturen unter ca. 3 Grad einen Hundewintermantel (findest du unter anderem hier*). Wichtig: Dieser sollte auch die Schultern und Hüfte bedecken, wenn dort Arthrose besteht. Optimal sind Mäntel, die auch den Bauch umschließen.

Ich bin wirklich kein Fan von Hundbekleidung, die nur dazu da ist, den Hund „hübsch“ zu machen. Mit Funktionskleidung, die einen weitergehenden Sinn und Zweck hat, kann ich mich mittlerweile aber anfreunden ;-).

Schließlich hilft es meiner Hündin und ich bemerke, dass sie nach Gassirunden samt Mantel im Regen oder in klirrender Kälte längst nicht mehr die großen Probleme nach dem Aufstehen hat.

Was auch ein wenig hilft und was meine Hündin sehr gern mag, wenn es draußen kalt ist: zugedeckt werden, wenn sie schläft 🙂 . Ich habe den Eindruck, dass sie ihre Körperwärme dann besser halten kann und weniger auskühlt und dies auch einen positiven Effekt auf ihre Arthrose hat.

Also, halt mich für bekloppt 🙂 …aber meiner Hündin hilft es.

 

Ich hoffe, dass ich dir und deinem Hund mit diesen Infos weiterhelfen konnte. 

Fragen, Tipps oder deine Erfahrungen kannst du sehr gerne mit uns und anderen Hundefreunden unten im Kommentarfeld teilen! Ich freue mich drauf.

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Jasmina
Über Jasmina 19 Artikel
Ich bin Jasmina und lebe von Kindesbeinen an mit Hunden zusammen. Mein ältere Hündin ist nun 12 Jahre alt. Durch sie erfahre ich erst, was es bedeutet, das Alter mit einem Seniorhund zu teilen. Meine Erfahrungen aus dem Zusammenleben mit alten Hunden möchte ich hier mit dir teilen. Ich freue mich auch jederzeit über Feedback, deine Tipps.

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