Erkältung? Bänderriss? OP? Was tun, wenn man sich selbst nicht um den Hund kümmern kann?

In den letzten 10 Tagen war es still hier. Mich hat eine üble Erkältung samt Fieber und Nasennebenhöhlenentzündung erwischt. Gedanken sortieren und in die Tasten hauen für neue Artikel? Keine Chance. Ich war einfach zu schlapp. Sogar so schlapp, dass ich einige Tage nicht fit genug war, um die üblichen Gassirunden mit meinem Rüden zu gehen.

Keine schöne Vorstellung, aber so etwas passiert. Meist ganz unerwartet. Manchmal mit Ansage. Aber was macht man dann mit dem Hund?

Ich finde, ein wichtiges Thema, mit dem sich jeder Hundefreund mal beschäftigt haben sollte.

Ich zeige dir hier, welche Lösungen es für solche Situationen gibt und wie du dich mit einem „Hundebetreuungs-Notfallzettel“ gut vorbereiten kannst.

Plötzlich krank…und dann?

Erst im letzten Jahr entwickelte sich bei mir eine Erkältung zur ausgewachsenen Lungenentzündung. Ich war 3 Wochen absolut außer Gefecht. Mit hohem Fieber, Schmerzen und Atemnot. An Spaziergänge mit meinen Hunden war nicht zu denken. Ich war froh, dass ich es morgens wenigsten mal unter die Dusche schaffte. Danach war aber auch schon sämtlich Energie für den Rest des Tages verpulvert.

Diese Zeit war auch für meine Fellnasen irgendwie anders. Ich hatte den Eindruck, sie bemerkten, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Pan legte sich oft neben mein Bett, legte den Kopf auf meiner Bettseite ab und schaute mich etwas betrübt an. Auch nachts blieb er da. Für ihn absolut ungewöhnlich.

Bis dahin hatte ich mir nie wirklich Gedanken darüber gemacht, was denn eigentlich mit meinen Hunden ist, wenn ich mich nicht um sie kümmern kann.

Ohne meine Familie und Freunde wären meine Hunde und ich in der Zeit wirklich aufgeschmissen gewesen.

Zeit, sich die Frage zu stellen, welche Lösungen es eigentlich gibt, wenn man sich aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung mal so gar nicht um seinen Hund kümmern kann. Sicht nicht zu kümmern, ist schließlich keine Option.

1. Partner, Freunde und Verwandte als Hundesitter

Mit Glück hat man einen Partner an seiner Seite, der all die Aufgaben rund um den Hund in dieser Zeit übernimmt. Wenn man sich das nicht eh schon teilt.

Das Ganze braucht dann auch keine große Einweisung, weil man ja meist eh schon zusammen lebt oder sich im gemeinsamen Alltag auskennt.

Für alle anderen habe ich seither immer einen „Hundebetreuungs-Notfallzettel“ parat. Den habe ich erstmals erstellt, als meine Hunde für ein paar Tage bei Freunden untergebracht waren als unsere Tochter zu Welt kam.

Später habe ich bemerkt, dass sich so ein Hunde-Notfallzettel auch ganz gut macht, wenn man mal plötzlich krank wird.

Darauf sind alle wichtigen Infos rund um den eigenen Hund aufgelistet, die für eine betreuende Person wichtig sein könnten. Begonnen bei Alter und Rasse, über wichtige Tierarzt-Adressen bis hin zu Futtergewohnheiten.

Und weil ich der Meinung bin, dass jeder so einen Hundebetreuungs-Notfallzettel parat haben sollte, kannst du dir diesen weiter unten kostenlos herunterladen.

2. Hund bei Freunden oder Verwandten unterbringen

Eine weitere Option ist es, den eigenen Hund in einer solchen Situation vielleicht auch direkt bei Freunden oder Verwandten unterzubringen.

Das kann aus organisatorischen Gründen einfacher sein, weil man sich Anfahrt- und Abfahrtwege spart.

Generell solltest du das aber vorher mit ein oder zwei Personen besprochen haben, ob das grundsätzlich im Notfall möglich wäre.

3. Kürzere Runden

Als ich mich zum Ende meiner Lungenentzündung hin wieder etwas mehr wie ein „lebender Mensch“ fühlte, war es mir auch wieder möglich ein paar Schritte vor die Tür zu machen, ohne Kreislaufkollaps.

Wenn es irgendwie geht, versuche beispielsweise bei einer Erkältung auf lange Gassiwanderungen zu verzichten und gehe lieber mehrmals täglich kleine Runden mit deinem Hund.

Dein Hund wird es dir sicher nachsehen.

4. Hundepension und Dogwalker

Ich kenne ein paar Leute, die ihre Hunde bereits mal in einer Hundepension untergebracht haben oder regelmäßig einem Dogwalker anvertrauen.

Auch das ist natürlich eine Lösung.

Für meine Hunde und mich war das bislang keine Option.

5. Beschäftigung für den Hund, wenn man krank ist

Wenn man erkältet ist, hat man oft nicht die Energie wie sonst. Mir geht es jedenfalls so. Dann fehlt mir auch schlichtweg die Energie und Kreativität, um ausgiebig mit meinem Hund zu spielen.

Was jedoch fast immer irgendwie geht, sind unsere Suchspiele. Meist verstecke ich dann begehrte Leckerli im Haus und lasse Pan suchen. Oder ich wickel einige Leckerli in eine Decke oder verstecke welche in einem Karton mit zerknülltem Zeitungspapier. Daran hat er ziemlich großen Spaß und Beschäftigung zugleich.

Außerdem kann man so eine Zwangspause auch immer sehr gut zum Kontaktliegen und Kuscheln, aber auch zur Fellpflege für den Hund nutzen.

6. Wenn alles überstanden ist..

Hatte ich mal so eine Phase, in der ich mich aufgrund einer Krankheit absolut nicht um meiner Hunde kümmern konnte, war mein schlechtes Gewissen natürlich ziemlich groß.

Sobald es mir wieder gut ging, habe ich deswegen etwas besonders schönes mit meinen Hunden unternommen oder ihnen etwas besonders schönes oder leckeres gegönnt.

Sozusagen als kleine „Wiedergutmachung“ für ihre Geduld.

Der Hundebetreuung-Notfallzettel

Hundebetreuung-Vorbereitung

Klar, im Notfall wird wahrscheinlich auch dein Hund von einer Person betreut, die deinen Hund bereits kennt – und andersherum.

Als unsere Tochter zur Welt kam und wir einige Tage im Krankenhaus verbrachten, wurden meine Hunde größtenteils von meiner Mutter und von unseren Freunden betreut. Alle kannten sich.

Doch je länger ich darüber nachdachte, umso mehr fiel mir auf, wie selbstverständlich für uns im Alltag einiges ist, weil wir unsere Hunde einfach richtig gut kennen. Pan bestand beispielsweise immer auf ein Frühstück und ließ Futter auch stehen, wenn das Gemüse darin zu groß war. Sunny hingegen brauchte tägliche Nahrungsergänzung und Medikamente wegen ihrer Schmerzen.

Und ich fragte mich, ob jeder im Notfall wüßte was er zu tun hätte. Sunny hatte damals schließlich schon mit ihrem Lebertumor zu kämpfen.

Also schrieb ich einfach alles so kurz und knapp wie möglich auf, um alle betreuenden Personen ein möglichst gutes Fundament für den Alltag und den Notfall mitzugeben.

Im Nachhinein hat sich das als wirklich hilfreich erwiesen. Alle waren sehr zufrieden damit, dass sie genau wußten, wer wann welches Futter und welche Medikamente zu bekommen hatte. Und jeder fühlte sich sicherer damit zu wissen, welcher Tierarzt verständigt werden müsste, falls sich gesundheitliche Probleme bei meinen Hunden ergaben. Perfekt.

Das brauchst du auch? Sehr gute Entscheidung!

Hier findest du den Hundebetreuungs-Notfalltzettel zum Ausfüllen als kostenlosen Download ! Du kannst ihn einfach herunterladen, ausfüllen und schnell griffbereit aufbewahren.

Download Hundebetreuung-Notfallzettel


Hundebetreuungs Notfallzettel
Liebt eure Hunde  ♥

Ich freue mich, wenn ich dir weiterhelfen konnte und bin gespannt auf deine Erfahrungen, Fragen und Tipps. Du kannst mir dazu ganz einfach unten im Kommentarfeld schreiben! Ich antworte so schnell ich kann 🙂

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1 Gedanke zu “Erkältung? Bänderriss? OP? Was tun, wenn man sich selbst nicht um den Hund kümmern kann?”

  1. Hallo und guten Abend aus Thüringen.
    Schön, wenn es Dir wieder besser geht.
    Vielen Dank, für Deinen gut strukturierten Plan. Habe bisher nur in der Handy Hülle einen Zettel mit der Nummer der Schwiegermutter. Damit, wenn mir unterwegs was passiert, jemand den Hund und die Hasen findet und versorgt.
    Schlecht ist nur, wenn die Hundesitter die Anweisungen nicht ernst nehmen. Ist uns im Juni passiert. Waren 3 Tage beim Sohn und können den Senior Wuff nicht mehr mitnehmen. Die Hundesitter muteten ihm in der Hitze aber zu viel zu, wir haben einen völlig orientierungslosen Hund mit Sonnenstich abgeholt und beschlossen, ihn nie wieder weg zu geben. Herzlichst Bettina

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