Was Junghunde über die Hunderente wissen sollten

Vielleicht kommt dir die Überschrift schon bekannt vor. Dann hast du recht. Ich habe ich bereits im Hunde Adventskalender 2019 darüber gesprochen, was Junghunde über die Hunderente wissen sollten. Weil aber auch hier im Blog immer häufiger Hundemenschen mit mehreren und auch jungen Hunden mitlesen, dachte ich mir, wäre es eine ganz gute Idee, das Thema hier noch einmal zu behandeln.

Lass uns also starten. Was sollte ein Junghund über das Seniorenalter wissen?

Hier kannst du diesen Artikel auch als Podcast hören:

Prävention ist besser als Rehabilitation

Unter der Überschrift Prävention ist besser als Rehabilitation, möchte ich mit dir im ersten Punkt ein Thema besprechen, dass mir ganz besonders am Herzen liegt. Das sind bestimmte Erkrankungen bzw. Verschleißerkrankungen des Bewegungsapparats.

Schlichtweg, weil ich es einfach selbst mit meiner Hündin erlebt habe. Sunny litt im Alter sehr stark an Arthrose und Spondylose.

Das ist ein Schicksal, dass viele alte Hunde trifft. Für dich als Halter eines jungen Hundes stellt sich die Frage, ob du das vielleicht vermeiden oder die Entstehung einer solchen Erkrankung verzögern kannst.

Versprechen kann dir das natürlich niemand. Aber du kannst bestimmte Dinge im Alltag beachten, die dazu führen, dass du den Verschleiß des Hundekörpers im etwas eindämmst. Damit sorgst du dafür, dass solche Erkrankungen (Verschleißerkrankungen) möglicherweise nicht so schnell oder nicht in so starkem Maße eintreten.

Was kann man da tun? Du kannst beispielsweise im Spiel darauf achten, dass du kaum bis gar nicht Spiele mit deinem Hund spielst, die sehr Gelenk belastend sind. Statt Stöckchen oder Bälle zu werfen, kannst du lieber auf Suchspiele, Zerrspiele, Fangspiele oder andere Schnüffelspiele zurückgreifen. (Zumal Stöckchen werfen als auch permanentes Ballspielen verhaltenstechnisch problematisch werden kann.)

Besonders, wenn dein Hund zu einer großen oder einer großen und sehr schweren Hunderasse gehört, ist er sehr wahrscheinlich noch etwas anfälliger für Gelenkverschleiß oder Erkrankungen im Bewegungsapparat.

Umso mehr möchte ich dir ans Herz legen, dass du gesunde Bewegung förderst und gezielt mit deinem Hund durchführst und ungesunde Bewegung möglichst unterlässt.

Was gehört zu den „ungesunden“ Bewegungen?

Dazu gehören heftige und ruckartige Bewegungen. Als auch Bewegungen bei denen dein Hund sehr schnell abbremsen und stoppen muss.

Genau solche Bewegungen macht dein Hund beispielsweise, wenn er einem Stöckchen oder Ball hinterherläuft und dann stark abbremst. Oder, wenn er aus einem hohen Kofferraum springt und auf den Vorderpfoten aufkommt.

Es geht dabei nicht darum, deinen Hund in Watte zu packen. Worauf ich hier aufmerksam machen möchte ist, dass es weder für den Kopf, noch für den Hundekörper sinnvoll ist, täglich eine Stunde hinter einem Ball hinterer zu rennen.

Fitness und Aktivität bis in die Hunderente

Fitness ist für Hunde mindestens genauso wichtig wie für uns Menschen. Da gilt die alte Regel, wer fit ist und Sport treibt, lebt meistens auch gesünder. Darum empfehle ich dir bereits im Junghundealter mit regelmäßigen Sporteinheiten zu beginnen.

Das heißt, wenn du eh schon Fahrrad fährst oder joggst du oder vielleicht skatest, dann nimm dein Hund in regelmäßigen Abständen einfach mit. Beispielsweise wöchentlich.  Du solltest mit den Trainingseinheiten natürlich nicht übertreiben und am besten mit einem kurzen Training beginnen und das Training dann langsam steigern.

Wenn du regelmäßig mit deinem Hund Sport treibst, stärkt das nicht nur eure Bindung und ihr erlebt viel zusammen. Du sorgst damit auch dafür, dass dein Hund seine gesamte Muskulatur stärkt, er seinen gesamten Bewegungsapparat stärkt, als auch sein Herz Kreislauf System.

Außerdem beugst du damit auch sehr früh Übergewicht vor. Deswegen: starte so früh wie möglich mit einem regelmäßigen Fitness-Training gemeinsam mit deinem Hund. Natürlich nicht im Welpenalter, aber sobald dein Hund ausgewachsen ist, ist ein regelmäßiges Training machbar und sinnvoll.

Entspannte Tierarztbesuche üben

Lisa Stolzlechner, Welpen- und Junghundetrainerin aus Wien, hat dazu und ihrem Podcast bereits eine tolle Folge veröffentlicht, dies sich mit dem sogenannten „Medical Training“ für Hunde befasst. (Da solltest du unbedingt mal ein Ohr hineinwerfen.)

Darin geht es darum, wie man sein Hund möglichst früh schon an stressfreie und entspannte Tierarztbesuche gewöhnen kann. Ich kann an dieser Stelle nur noch mal die Empfehlung aussprechen, das auch gut und lange mit dem Hund zu üben. Weil es im Alter und mit den dann wahrscheinlich häufigeren Tierarztbesuchen umso wichtiger wird, dass die Besuche beim Tierarzt stressfrei vonstattengehen.

Ich habe es mit meiner Hündin erlebt, wie es ist, wenn der Hund echte Panik vorm Tierarzt hat. Mit ihr hat das offensichtlich nie irgendwer geübt. Wir mussten in den letzten zwei Lebensjahren sehr häufig zum Tierarzt und meine Hündin hatte immer sehr große Angst.

Leider bekam ich das nie so richtig raus aus ihr. Und umso stressiger war die ganze Geschichte leider auch für Sie. Gerade in den Phasen in denen wir ein bis zweimal wöchentlich, über viele Wochen hinweg, zum Tierarzt mussten, war das eine wirklich unangenehme Situation für Sie.

Insofern kann ich dir nur ans Herz legen, übe so früh wie möglich mit deinem Hund, dass so ein Tierarztbesuch auch ganz entspannt und ganz nett sein kann (meistens jedenfalls 😉 ).

Ich weiß, das ist vielleicht nicht für jeden ganz einfach. Aber das ist eine Empfehlung, die dir und deinem Hund im Alter deines Hundes sehr zugutekommen kann.

Tierarztkosten & Vorsorge

Da wir nun eh schon beim Thema Tierarzt sind, befassen wir uns gleich noch mit dem den Tierarztkosten.

Es ist so, dass du mit deinem älteren Hund wahrscheinlich deutlich häufiger zum Tierarzt gehen musst als es bei einem jungen Hund der Fall ist. Das hat einfach damit zu tun, dass ich mit dem Alter auch einfach typische Erkrankungen einschleichen, die teils auch langwierig behandelt werden müssen.

Jetzt hast du die Möglichkeit das einfach auf dich zukommen zu lassen. Du kannst aber auch etwas Vorsorge betreiben. Da gibt es drei Möglichkeiten.

  1. Du kannst einerseits eine OP Kostenschutz Versicherung abschließen.
  2. Es gibt die Möglichkeit einer Krankenvollversicherung für deinen Hund
  3. und es gibt die Möglichkeit das du einfach selbst monatlich etwas Geld für deinen Hund zurücklegst.

Für den Fall der Fälle habe ich mich für die Varianten 1 und 3 entschieden. Aus folgenden Gründen: als ich Sunny damals zu mir geholt habe, war sie einfach schon zu alt, als dass ich sie in einer OP Kosten Versicherung oder Hunde-Krankenversicherung hätte versichern können.

Deswegen habe ich mich dann entschieden für Sie ein eigenes Konto zu eröffnen (natürlich auf meinen Namen 😉 ). Da habe ich dann monatlich einfach einen Betrag drauf gelegt und hatte damit immer eine bestimmte Notfall-Summe für Sie parat. Für den Fall der Fälle. Oder eben als eine Art „Vorsorge“ für das Alter. Damit konnte ich dann auch immer alle Tierarzt Rechnung sofort bezahlen.

Für Pan habe ich eine OP Kostenschutz Versicherung abschließen können. Pan kam Jahr als Welpe zu mir und da war das noch sehr günstig möglich. Die Krankenversicherung für den Hund fand ich damals noch zu teuer.

Insofern hatte ich für Pan die Variante OP Kostenschutz und monatliche Rücklage. Und so hatte ich für mich gedanklich immer ein Polster, falls doch mal sehr hohe Tierarzt Kosten auf uns zukommen. Mit der OP Kostenschutz Versicherungen sind wir für den Fall der Fälle immer bis zu 80 % abgesichert.

Da gibt es auch sehr unterschiedliche Angebote und Modelle. Das solltest du dir sehr genau ansehen, was genau die Versicherung übernimmt und in welcher Höhe. Meiner Meinung nach, solltest du darauf achten, dass auch Kosten für Operationen übernommen werden, die aufgrund rassebedingter Probleme erfolgen müssen. (Beispielsweise HD beim Deutschen Schäferhund, Labrador oder Doggen)

Was ich dir insgesamt sehr ans Herz lege, schau dir diese Versicherung gut an und schließe sie ab, solange dein Hund noch jung ist. In jungen Jahren sind diese Versicherungen noch recht günstig.

Wenn du das beides nicht möchtest, dann kann ich dir nur raten, schnapp dir ein Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto und lege dort einen monatlichen Betrag zurück. Es kann dir leider keiner sagen was da auf dich zukommt. Somit hast du zumindest einen finanzielles Polster, dass dir im Notfall etwas Sicherheit gibt.

 



Schreibe einen Kommentar