5 einfache Ideen, wie du deinen alten Hund in Bewegung halten kannst

Gestern bei unserer üblichen Nachmittags-Gassirunde.

Ich sehe einen Collie, der relativ demotiviert seinem Frauchen hinterherschlurft.

Wir kennen den Collie. Sehen uns ab und an. Er ist schon etwas älter, aber noch kein uralter Senior.

Was mir schon immer auffiel: der Hund kommt bei seinen Gassirunden nicht weit. Weder vor 3 Jahren, noch heute. Leider.

Manchmal wünschte ich, die Haltern würde ihren Hund da etwas mehr fördern und fordern.

Alter ist keine Ausrede, um nicht mehr aktiv zu sein.

Meiner Hündin tat jede angemessene Aktivität sogar richtig gut.

Trotz Arthrose.

Trotz Spondylose.

Trotz Lebertumor.

Ich habe 5 Tipps zusammengetragen, die dir dabei helfen, deinen alten Hund trotzdem noch mit Freude in Bewegung zu halten.

1. Ohne Zeitdruck und Vorgaben – Spazieren, streifen, schnüffeln

Es gibt alte Hunde, die noch richtig lange Strecken laufen können.

Und es gibt alte Hunde, die eher kurze Strecken laufen, dafür aber sehr lang brauchen, weil sie überall schnüffeln wollen.

Hin wie her. Lass deinem alten Hund auch mal die Freiheit, das Tempo und die Richtung vorzugeben und nimm eine große Portion Zeit mit.

Geh einfach mit deinem Hund los und lass ihn mal bestimmen, wo es langgeht.

Du wirst überrascht sein 😉

2. Kontakt zu Artgenossen

Mir ist der regelmäßige Kontakt meiner Hunde zu Artgenossen schon immer wichtig gewesen.

Aus diesem Grund entschied ich mich einst auch zur Mehrhundehaltung.

Aber auch im Seniorenalter des Hundes halte ich Kontakt zu anderen Hunden für sehr wichtig.

Einerseits bekommt dein Hund dadurch immer wieder die Möglichkeit zur sozialen Interaktion.

Dein Hund erfährt neues, kann immer wieder neu agieren.

Und egal in welchem Alter ist der Kontakt zu Artgenossen ein wichtiger Baustein zu einem zufriedenen Vierbeiner.

Das sehe ich nicht nur an den alten Hunden in unserer Hundeschule. Ich habe auch an meiner alten Hündin deutlich bemerkt, dass ihr dieser Kontakt gut tut und sie positiv auslastet.

Sei es nur das gemeinsame Streifen mit mehreren Hunden durch den Wald, das Kennenlernen neuer Artgenossen oder ein gemeinsames Vierbeiner-Spiel.

3. Neues Terrain & Ausflüge

Gehst du jeden Tag die gleichen Runden mit deinem Hund?

Das ist toll. Hunde lieben Struktur und Routine.

Aufregend ist es aber auch, mal etwas neues zu machen.

Neue Wege zu gehen. An neuen Sträuchern zu schnüffeln. Und neue Bäume zu markieren.

Suche dir für den Anfang einfach mal einen Tag in der Woche aus, an dem du mit deinem Hund mal ganz andere Wege gehst.

Vielleicht setzt ihr euch auch ins Auto und fahrt ein Stück raus. Sucht euch einen anderen Wald, ein anderes Terrain, um einen schönen langen Spaziergang zu machen.

Genießt es gemeinsam neues zu erleben.

Meine Hunde lieben neues Terrain und auch Ausflüge in „fremde“ Regionen.

Probier es aus und du wirst sehen, wie begeistert und vor allem beschäftigt dein alter Hund sein wird.

4. “Altersgerechte“ Suchspiele

Klar, „Ballwerfen“ und andere Spiele für robuste Hundegelenke ist im Seniorenalter deines Hundes nicht mehr wirklich zu denken.

Doch es gibt tolle Alternativen.

Schnüffel- und Suchspiele sind bei Hundesenioren sehr beliebt. Sie erfordern kaum körperlich anstrengenden Einsatz.

Und dennoch wird dein Hund über die Nase bzw. das Schnüffeln sehr stark gefordert.

Solche Such- und Schnüffelspiele gibt es in etlichen Varianten.

Du kannst Leckerlis in der Wohnung verstecken. Du kannst dich selbst im Garten verstecken. Du kannst das Hundefutter in Portionen teilen und im Garten verstecken. Du kannst das liebste Spielzeug in eine Decke einwickeln.

..und dein Hund soll auf ein Signal hin suchen.

Solche Such- und Schnüffelspiele kannst du auch wunderbar während einer Gassirunde mit deinem Hund machen.

Wichtig: den Hund vorher sitzen bzw. Warten lassen. Dann das Futter, Spielzeug oder dich verstecken. Gesucht wird bestenfalls immer erst auf ein Signal hin.

Eine tolle Übung für euch als Team.

5. Kleine Tricks (weiterhin) üben

Als Halter eines alten Hundes neigt man schnell mal dazu, selbst etwas faul zu werden. Schließlich schläft und döst der alte Vierbeiner auch sehr gern.

Hier bist du gefragt, deinen Seniorhund (und dich!) immer mal wieder zu motivieren, etwas zu tun.

Kleine Tricks und Signale zum Beispiel.

Auch in dieser Hinsicht muss dein Hund trotz seines Alters nicht einrosten.

Natürlich immer vorausgesetzt, dass es deinem Hund noch körperlich möglich ist. Wenn „Rolle“ aus körperlichen Gründen nicht mehr geht, dann lass es einfach deinem Hund zuliebe sein.

Aber habt ihr vor langer Zeit bereits Handtarget geübt? Prima, macht das weiterhin. Seid ihr in einer Rally Obedience-Gruppe ohne Leistungsdruck? Perfekt, macht das in verträglichen Dosen weiter!

Bewegung und die Entdeckung neuer Dinge ist für alte Hunde immer noch sehr wichtig. Getreu dem Motto „wer rastet, der rostet“ helfen Bewegung und Neugier auch alten Hunden in einem gewissen Maße fit zu bleiben.

Dein Hund ist schließlich immer noch dein Hund. Er freut sich immer noch über neues und ist immer noch neugierig.

Nur, dass er körperlich nicht mehr ganz so fit ist.

Du hast noch mehr Ideen? Super! Du kannst diese ganz einfach unten ins Kommentarfeld schreiben! 🙂

Neu: Fragen kannst du nun auch in unserer Facebook-Gruppe stellen – Tipps und Erfahrungen von anderen Hundefreunden inklusive. 🙂

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