Arthose beim Hund – erkennen, behandeln, vorbeugen

Arthrose beim Hund

Arthrose kann auch Hunden schlimme Schmerzen bereiten. Die gute Nachricht: Man kann etwas dagegen tun.

Meine HĂŒndin erkrankte bereits mit 7 Jahren an Arthrose in den VorderlĂ€ufen (Ellenbogen).

Seither habe ich mich viel damit beschÀftigt, meinem Hund das Leben trotz der Erkrankung zu erleichtern.

Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir und mit anderen Hundehaltern teilen.

Ich zeige dir hier, wie Arthrose entsteht und wodurch sie begĂŒnstigt wird.

Ich berichte dir davon, wie meine HĂŒndin mit Arthrose lebt und wie ich ihr das Leben im Alltag mit kleinen Hilfsmitteln erleichtern möchte. Und ich zeige dir, wie du Arthrose bei deinem Hund vorbeugen kannst.

Die Arthrose beim Hund im Überblick

Die Arthrose ist eine sehr hÀuftig vorkommende Gelenkerkrankung bei Hunden.

Sie tritt vor allem bei alten Hunden auf.

HĂŒfte, Knie und Ellenbogengelenke der Hunde sind am hĂ€ufigsten von der Arthrose betroffen.

Ursachen

  • altersbedingter Verschleiß der Gelenke
  • Folge einer unbehandelten Arthritis
  • Folge von zu hoher Beanspruchung (bspw. Übergewicht, Hundesport etc.)
  • Folge anderer Gelenkserkrankungen u.a. mit einer genetischen Veranlagung

Symptome und Anzeichen

Die Arthrose zeigt sich bei Hunden oft durch Lahmheit oder Steifheit. Ganz besonders stark sind diese Symptome hÀufig nach dem Liegen. Oft verstÀrken sich die Symptome im Laufe der Zeit.


Was ist Arthrose?

Die Arthrose (bzw. Osteoarthrose) ist in erster Linie eine degenerative Gelenkerkrankung und meist die Folge eines ĂŒbermĂ€ĂŸigen Gelenkverschleiß.

Arthrose Ă€ußert sich vor allem durch VerĂ€nderungen an den Strukturen des Gelenks des Hundes. So wird zum Beispiel der Gelenkknorpel allmĂ€hlich zerstört.

Um die KnorpelrĂ€nder und die AnsĂ€tze der Gelenkkapsel bilden sich außerdem knöcherne Zubildungen, die man Osteophyten nennt.

Die GelenkflĂŒssigkeit, die sonst eine reibungslose und schmerzfreie Bewegung ermöglicht, wird dĂŒnnflĂŒssiger. Dadurch werden ihre Schmiereigenschaften schlechter und die Bewegung des Gelenks ist damit nicht mehr so geschmeidig und schmerzt.

ZusÀtzlich verdickt sich die Gelenkkapsel, indem vermehrt Bindegewebe eingelagert wird.

Außerdem kann es zu schubweisen entzĂŒndlichen VerĂ€nderungen im Gelenk kommen – diese bezeichnet man als Arthritis.

All diese VerĂ€nderungen fĂŒhren dazu, dass die Bewegungen des Hundes eingeschrĂ€nkter sind und vor allem schmerzhaft sind. Deswegen sind typische Symptome der Arthrose auch Lahmheit bzw. Humpeln, aber auch Steifikeit des Hundes.

PrimÀre und sekundÀre Arthrose

In der Fachsprache der TierÀrzte und Tierheilpraktiker wird zudem oft zwischen primÀrer und sekundÀrer Arthrose bei Hunden unterschieden. Was soll das genau bedeuten?

Man spricht von einer primĂ€ren Arthrose, wenn es keine bekannte Ursache fĂŒr die Arthrose selbst gibt. Hierbei entsteht die Arthrose meist du SchĂ€den aufgrund von Überbelastungen, Übergewicht, Alterung, Stoffwechselstörungen und Überanstrengung.

Von einer sekundĂ€ren Arthrose spricht man, wenn es eine Grunderkrankung bzw. eine Ursache gibt (siehe oben). Das primĂ€re Problem können hierbei Wachstumsstörungen, Fehlstellungen, Frakturen, Gelenktraumen oder entzĂŒndliche Erkrankungen sein und die Arthrose ist das sekundĂ€re Problem – deswegen auch sekundĂ€re Arthrose.

Arthrose Symptome beim Hund

Meine-HĂŒndin-Sunny-mit-Arthrose

Meine „Arthrose-HĂŒndin“ Sunny

Die deutlichsten Symptome der Arthrose beim Hund sind Lahmheit, Humpeln und Steifigkeit des Hundes vor allem nach dem Liegen, wenn der Hund aufsteht und die ersten Schritte geht.

Exakt diese Symptome habe ich auch bei meiner HĂŒndin bemerkt. Sie traten vor allem immer dann auf, wenn meine HĂŒndin durch einen lĂ€ngeren Spaziergang, Rennen oder SprĂŒnge stĂ€rker belastet war und nach einer Zeit des Ruhens wieder aufstehen wollte.

Sie kam dann sehr schwer hoch und humpelte die ersten Schritte sehr stark bis sie sich sozusagen wieder „eingelaufen“ hatte. Dann nahmen das Humpeln und die Steifigkeit wieder ab und die Bewegungen wurden nach und nach wieder „flĂŒĂŸiger“.

  • Lahmheit
  • Humpeln und Hinken
  • Steifigkeit
  • erschwertes Aufstehen
  • merkbar schlechtes Wohlbefinden durch Schmerzen
  • hĂ€ufiges Wechseln der Liegeposition

Ursachen der Arthrose beim Hund

Die Arthrose ist meistens eine Folge von vorangegangenen Gelenkerkranungen beim Hund. Es kann aber auch sein, dass eine Arthrose ohne tatsÀchlich erkennbaren Grund entsteht.

Meist geht der Arthrose eine Vorerkrankung bzw. Grunderkrankung voraus. Dies können beispielsweise Ellenbogengelenkdysplasie (ED), HĂŒftgelenkdysplasie (HD), ein Kreuzbandriss oder eine Arthritis sein.

Die Arthrose kann aber auch spontan auftreten, ohne jegliche Vorerkrankungen. Manche Hunderassen neigen aufgrund ihrer Genetik beispielsweise eher zu einer Arthrose.

Diagnose der Arthrose beim Hund

Arthrose-beim-Tierarzt-abklÀren

Die Untersuchung durch einen Tierarzt ist natĂŒrlich Pflicht bei dem Verdacht auf Arthrose

Ganz klar, ob eine Arthrose vorliegt, sollte natĂŒrlich vom Tierarzt des Vertrauens abgeklĂ€rt werden.

Dazu tastet der Tierarzt den Hund ab und sieht sich sogenannte „Bewegungsproben“ an.

Wie macht man das? Ganz einfach, der Hund lĂ€uft ein StĂŒck im langsamen und im schnellen Schritt. Am Gangbild des Hundes können TierĂ€rzte bereits Problematiken ausmachen.

Schlußendlich gibt aber auch das Röntgen einen guten Aufschluss darĂŒber, ob VerĂ€nderungen an den Gelenken sichtbar sind.

Wenn du dir unsicher bist, ob die Diagnose tatsĂ€chlich korrekt ist, kannst du gern auch eine zweite Meinung einholen. Das kann nie schaden, kostet dann aber natĂŒrlich doppelt.

Behandlung der Arthrose bei Hunden

Die schlechte Nachricht vorweg: wirklich heilbar ist die Arthrose nicht. Das ist bei uns Menschen so und beim Hund nicht anders.

Die gute Nachricht ist, man kann die Arthrose dennoch behandeln und so das Fortschreiten aufhalten oder vermindern bzw. verzögern.

Wie genau die Arthrose behandelt wird, hĂ€ngt auch davon ab, wie sie ursprĂŒnglich entstanden ist.

Es kommt also darauf an, ob man eine Grunderkrankung ausfindig machen kann. So kann erst einmal die „Wurzel allen Übels“ behandelt und die Weiterentwicklung der Arthrose bestenfalls gestoppt werden.

Zu den typischen Behandlungsmethoden gehören:

  • die medikamentöse Behandlung zur Verminderung von EntzĂŒndungen und Schmerzen (Schmerztherapie)
  • Physiotherapie
  • Gewichtsabnahme (bei Übergewicht des Hundes)
  • Anpassung der Bewegung des Hundes
  • Reduktion von körperbelastenden Faktoren im Alltag (SprĂŒnge, Treppen etc.)

Es ist jedoch so, dass die Arthrose bei den meisten Hunden schon so weit fortgeschritten ist und/oder die Grunderkrankung nicht vollstÀndig heilbar ist, sodass die Arthrose auch nach einer Behandlung durch den Tierarzt, Physiotherapie & Co. immer wieder mal Probleme macht.

Das bemerkst du bei deinem Hund vor allem nach stĂ€rkerer Belastung wie langen SpaziergĂ€ngen, Sprints oder SprĂŒngen. Meist nicht unmittelbar nach der Anstrengung, sondern nach dem Liegen.

Deswegen haben uns auch mehrere TierĂ€rzte empfohlen, zusĂ€tzlich zur tierĂ€rztlichen Therapie unterstĂŒtzdende Maßnahmen umzusetzen, die meiner HĂŒndin den Alltag mit Arthrose erleichtern und die Auswirkungen der Arthrose auf meine HĂŒndin möglicht lange Zeit gerin halten.

Zu den unterstĂŒtzenden Maßnahmen gehören:

Behandlung > Gewicht reduzieren / Abnehmen

Nicht selten sind Hunde mit Arthrose-Erkrankung auch ĂŒbergewichtig. Das Problem dabei ist, dass Knochen, Gelenke und WirbelsĂ€ule nur ein bestimmtes Maß an Gewicht aushalten, ohne SchĂ€den davon zu tragen.

Je heftiger das Übergewicht des Hundes, umso schlimmer wird sich das vermutlich auch auf die Gelenke des Hundes auswirken. Davon abgesehen, ist Übergewicht auch fĂŒr den gesamten Organismus nicht von Vorteil.

Einen schlanken Hund erkennt man an folgenden Merkmalen:

  • eine Taille ist sichtbar
  • die Bauchlinie ist nach innen gezogen
  • man kann mit leichtem Druck die Rippen fĂŒhlen

Kann man diese Merkmale am eigenen Hund nicht erkennen, sollte man behutsam eine DiĂ€t fĂŒr den Hund einleiten.

Behandlung > Physiotherapie fĂŒr den Hund

Die Physiotherapie fĂŒr den Hund ist mittlerweile eine hĂ€ufig Behandlungsform bei Arthrose. Es geht dabei darum, den Bewegungsradius des Hundes zu erhalten oder wieder auszuweiten und den Muskelaufbau aktiv voranzutreiben.

Innerhalb der Physiotherapie macht man das mit aktiven und passiven BewegungsĂŒbungen – beispielsweise am Unterwasserlaufband oder durch gezielte Bewegungen der Gelenke durch den Therapeuten.

Behandlung > Schmerztherapie mit Medikamenten

Hat dein Hund eine Phase mit starken Schmerzen, kommt er um Medikamente (Schmerzhemmende Mittel) nicht herum. Es gibt zwar auch im Internet dazu Empfehlungen. Bitte stelle deinen Hund dennoch unbedingt dem Tierarzt vor.

Der Tierarzt des Vertrauens sollte entscheiden, welche Schmerzmedikation die Richtige fĂŒr deinen Hund ist. Nicht zuletzt, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden, die du allein gar nicht abschĂ€tzen kannst. Ebenso dĂŒrfen auf keinen Fall Schmerzmittel verwendet werden, die fĂŒr den Menschen gedacht sind!

So eine Schmerzmedikation erfolgt meist fĂŒr eine Dauer von ca. 5 bis 7 Tagen. In dieser Zeit solltest du deinem Hund auch ausreichend Ruhe gönnen.

Behandlung > Anpassung von Bewegung und Belastung im Alltag

Bitte geh nicht davon aus, dass ein paar Schmerzmittel genĂŒgen und man den Hund danach wieder genauso belasten kann wie vorher.

Nun ist es an der Zeit, deinen Alltag mit Hund genau zu beobachten und festzustellen, wann dein Hund mit einer Überbelastung der Gelenke zu tun hat.

Das können die SprĂŒnge in und aus dem Kofferraum sein. Die Treppe in die Wohnung. SprĂŒnge, Bremsmanöver und schnelle Richtungswechsel beim Spielen und Toben.

Das alles sind ĂŒbermĂ€ĂŸig starke Belastungen fĂŒr die Gelenke deines Hundes, die du von nun an „managen“ und möglichst vermeiden solltest.

Soll dein Hund nicht mehr in und aus dem Auto springen, leg dir eine Hunderampe dafĂŒr zu. Soll dein Hund die Stufen bis zur EingangstĂŒr einfacher ĂŒberwinden können, dann hilft auch die Rampe dabei (Funktioniert natĂŒrlich nur bei wenigen Stufen).

Oder soll dein sprintender Balljunkie nun keine Vollbremsung oder SprĂŒnge mehr hinlegen, um den Ball zu fangen, dann beginne damit, mit ihm SchnĂŒffelspiele zu machen und laste ihn körperlich mit gleichförmigen Bewegungen wie leichtem joggen oder schwimmen aus.

Neben dem Thema Belastung kannst du aber noch viele kleine weitere Dinge tun, die deinem Arthrose-Hund helfen können.

Ein erhöhter Futternapf kann deinem Hund beispielsweise (und je nach Ort der Arthrose) beim Fressen helfen, indem er sich nicht mehr so weit nach unten beugen muss.

Aber auch das regelmĂ€ĂŸige Schneiden der Krallen gehört nun dazu, damit dein Hund trotz der nun vielleicht verminderten Bewegung möglichst gut laufen kann.

Mehr zur den Anpassungen im Alltag fĂŒr deinen Arthrose-Hunde findest du hier.

Behandlung > NahrungsergÀnzungsmittel

GrĂŒnlippmuschelpulver-fĂŒr-Hunde

So sieht GrĂŒnlippmuschelpulver fĂŒr Hunde aus

Neben der medikamentösen Behandlung, schwören viele Hundebesitzer – so auch ich – auf NahrungsergĂ€nzungsmittel wie GrĂŒnlippmuschelextrakt und Teufelskralle.

Mehrmals im Jahr werden diese NahrungsergĂ€nzungsmittel kurweise unter das Futter des Hundes gemischt. Beide Mittel versprechen ebenso wenig eine Heilung der Arthrose, können aber unterstĂŒtzend helfen.

In der Praxis der Naturheilkunde wird die GrĂŒnlippmuschel sehr oft eingesetzt, um Gelenkbeschwerden zu minimieren. Der Grund dafĂŒr sollen die in der GrĂŒnlippmuschel enthaltenen Glykosaminglykane sein. Diese sollen den Aufbau der Gelenkschmiere ankurbeln und so den weiteren Abrieb der Gelenkknochen minimieren.

Ähnliche Wirkung zeigt die Anwendung mit der Teufelskralle. Auch ihr sagt man eine starke entzĂŒndungshemmende Wirkung, als auch eine wohltuende Wirkung auf die Gelenke nach.

Behandlung > Homöopathie

Ich bin der Homöopathie nicht unbedingt abgeneigt und ich bin auch ĂŒberzeugt, dass Naturprodukte wie Teufelskralle und GrĂŒnlippmuschel meiner HĂŒndin helfen.

Ich denke aber auch, dass die Homöopathie nicht immer eine umfassende Lösung bieten kann, wenn es meiner HĂŒndin mal wieder richtig schlecht geht.

Man kann versuchen, leichte Schmerzen mit homöopathischen Mitteln wie Zeel fĂŒr Hunde oder Traumeel fĂŒr Hunde zu behandeln.

Da man aber mit dem Hund leider nicht sprechen kann, behalte deinen Hund immer gut im Blick, beobachte ihn und versuche, den Grad des Schmerzes so „ausmachen“ zu können.

Es gibt zur Homöopathie fĂŒr Hunde auch wunderbare BĂŒcher. Ein paar davon stelle ich hier vor.

Behandlung > Gelenkinjektionen & Goldakupunktur

Bei den Gelenkinjektionen (bspw. mit HyaluronsÀure) und der Goldakupunktur handelt es sich um Methoden, die erst in den letzten Jahren richtig bekannt geworden sind.

Dennoch sind diese Methoden und ihre Wirkung bei TierĂ€rzten und Tierheilpraktikern umstritten. Letztlich ist die positive Wirkung von GrĂŒnlippmuschel und Teufelskralle ebenso umstritten und nicht vollstĂ€ndig nachgewiesen. Und dennoch sind die Hundeforen voll von euphorischen und positiven Erfahrungsberichten.

Ich kann durchaus verstehen, wenn man alle möglichen Wege gehen möchte, um seinem Hund zu helfen. Und ich kann verstehen, wenn man dazu seine Hoffnungen in Gelenkinjektionen und eine Goldakupunktur legt.

Erfahrungen habe ich damit nicht gemacht. Aber vor allem die Gelenkinjektion klingt nach einer plausiblen Möglichkeit, die auch ich in Betracht ziehen wĂŒrde.

Machen lassen wĂŒrde ich das aber nur von einem Tierarzt, dem ich wirklich sehr vertraue.

Arthrose bei Hunden vorbeugen

Wenn dein Hund keine Arthrose hat, kann ich dir nur wÀrmstens ans Herz legen, bereits vorbeugend zu handeln. Egal wie frisch, fit und gesund dein Hund gerade sein mag, treffen kann es ihn dennoch.

Ich erlebe die Erkrankung bei meiner HĂŒndin seit einigen Jahren und es tut mir immer wieder sehr leid, dass ich ihr die Erkrankung nicht nehmen kann.

Deswegen achte ich bei meinem jĂŒngeren RĂŒden, der nun 5 Jahre alt ist, sehr genau darauf, dass ich eine Arthrose im Alltag vorbeugen kann. Er ist ein großer Malamute-Labrador-Mischling mit 40 Kilogramm Körpergewicht. 40 Kilogramm, die ich im Notfall nicht mal eben tragen könnte – schon deshalb versuche ich, Erkrankungen des Bewegungsapparats möglichst in vielen Facetten vorzubeugen.

Die Praxis: So beuge ich Arthrose bei meinem Hund im Alltag vor

  • Gewicht halten und Übergewicht vermeiden!
    Keinem Hund ist mit Übergewicht geholfen. Übergewicht stellt immer eine höhere Belastung fĂŒr die Gelenke dar und sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Auch wenn der bettelnde Hundeblick um das nĂ€chste Hundeleckerli noch so sĂŒĂŸ ist.
  • Probleme im Bewegungsapparat und Verletzungen umgehend vom Tierarzt behandeln lassen
    Wie ich bei den Ursachen der Arthrose bereits beschrieben habe, geht der Arthrose oft eine andere Erkrankung voraus, die dann die Arthrose zur Folge hat. Deswegen gehe ich mit meinem jĂŒngeren RĂŒden immer sofort zum Tierarzt, wenn ich Probleme im Bewegungsapparat bemerke. Der Sinn dahinter liegt darin, dass mögliche Erkrankungen wie eine Arthritis nicht zu lang unbehandelt bleiben und so das Fundament fĂŒr eine Arthrose bilden.
  • Muskelaufbau und gleichmĂ€ĂŸige Bewegung
    Muskeln stĂŒtzten Gelenke. Das ist bei Hund und Mensch das gleiche Spiel. Da man mit dem Hund aber nicht ins Fitnessstudio gehen kann, ist es empfehlenswert, gemeinsam etwas Sport zu machen. FĂŒr den Muskelaufbau beim Hund sind gleichförmige Bewegungen optimal – am besten auf einem weichen Boden. Ich habe es mir daher angewöhnt, mit meinem RĂŒden ein Mal in der Woche ein paar Kilometer im Wald bei moderatem Tempo joggen zu gehen. Da ist der Boden weich und wir tun beide etwas fĂŒr unsere Muskeln und Gelenke, ohne sie zu stark zu beanspruchen.
  • UngĂŒnstige Überbelastung vermeiden
    Es ist nicht so, dass mein RĂŒde nur geradeaus laufen darf 😉 Ich versuche grĂ¶ĂŸtenteils jedoch Bewegungen, die eine Überbelastung fĂŒr seine Gelenke darstellen zu vermeiden. Solche Überbelastungen sind zum Beispiel plötzliche Richtungswechsel, heftige SprĂŒnge nach oben oder unten oder stoßartige Belastungen wie das abrupte Bremsen, weil der Hund den Ball fangen will. So habe ich meinem RĂŒden auch abgewöhnt, in das Auto oder aus dem Auto zu springen, indem ich uns eine Hunderampe gekauft habe.
  • Auf gesundes Liegen achten
    Durch meine HĂŒndin habe ich auch damit beschĂ€ftigt, ob meine Hunde denn eigentlich auch gesund liegen. Das ist nicht ĂŒbertrieben, sondern ein wirklich wichtiges Thema – schließlich ruhen Hunde eine große Zeit des Tages. Und ein Hund, der Schmerzen in den Gelenken hat, kann sich nicht erholen, wenn er auf einem schlecht produzierten Hundebett liegt, dass ihm keine Druckentlastung fĂŒr die Gelenke und WirbelsĂ€ule ermöglicht. Ich habe vor 4 Jahren deshalb ein teures, aber super gutes orthopĂ€disches Hundebett gekauft, das meiner HĂŒndin immernoch sehr hilft.
  • Kurweise GrĂŒnlippmuschel und Teufelskralle
    GrĂŒnlippmuschelextrakt und Teufelskralle gelten als Produkte, die den Erhalt der Gelenke und der Gelenkschmiere fördern. Beides bekommen meine Hunde regelmĂ€ĂŸig kurweise ins Hundefutter gemischt.

Die Arthrose bei meiner HĂŒndin

Meine HĂŒndin Sunny erkrankte im Jahr 2011 bereits mit 7 Jahren an Arthrose.

Ich wusste damals nicht viel mit den Ursachen und Folgen dieser Erkrankung anzufangen.

Seither habe ich mich intensiv mit der Erkrankung beschĂ€ftigt. Und vor allem damit, meiner HĂŒndin das Leben mit vielen kleinen Dingen zu erleichtern.

Trotz Arthrose hat meine HĂŒndin noch ein aktives und fröhliches Leben. Zu unserem Rudel gehört außerdem auch noch ein RĂŒde Pan. Er ist 5 Jahre alt und hĂ€lt nicht nur mich, sondern auch gern mal unsere Hundeomi Sunny auf Trab 🙂 .

Ich möchte dir hier nicht nur „RatschlĂ€ge“ geben, wie du deinem Hund helfen, seine Schmerzen lindern und sein Leben erleichter kannst – ich möchte dir und deinem Vierbeiner vor allem Mut machen.

Dein Hund kann auch mit Arthrose noch viele Dinge mit dir unternehmen, ein glĂŒckliches Hundeleben fĂŒhren und dich noch lange Zeit begleiten!

Meine Erfahrungen und Tipps möchte ich hier mit dir und mit anderen Hundehaltern teilen.
Ich freue mich sehr, wenn du ein Teil davon bist!

Genug geschrieben 🙂 Ich freue mich, wenn ich dir weiterhelfen konnte und bin gespannt auf deine Erfahrungen, Fragen und Tipps rund um die Arthrose beim Hund. Du kannst mir dazu ganz einfach unten im Kommentarfeld schreiben! 🙂

Arthose beim Hund – erkennen, behandeln, vorbeugen
5 (100%) 2 Bewertung[en]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.